Mit 77 Jahren: Sigi Hansen in der Leichtathletik erfolgreich


Foto: Ulrich Sanftenberg


Das hatte sich Sigi Hansen so auch nicht vorgestellt, als er letztes Jahr den spontanen Einfall hatte, beim Nationalen Leichtathletik-Meeting in Minden teilzunehmen. Seitdem hat er nicht nur bei dieser Veranstaltung den ersten Platz im 100-Meter-Lauf und im Weitsprung erreicht, er kann sich auch zweifacher Westfalenmeister in diesen Disziplinen nennen und hat den fünften Platz bei der Deutschen Meisterschaft in Braunatal erreicht.

Sigi Hansen ist 76 Jahre alt, als er 2021 den Entschluss fasst, wieder aktiv zu werden in der Leichtathletik. „Mein Beruf des Fahrlehrers haben es in den letzten 40 Jahren quasi unmöglich gemacht, regelmäßig diesen Sport zu betreiben – vor allem auf Wettkampfniveau“, sagt Sigi Hansen. Sportlich war er trotzdem immer: „Ich spiele Tennis und mache jedes Jahr das Sportabzeichen.“ Letztes Jahr hat er auch dort einen Rekord aufgestellt: Zum 56. Mal in Folge ohne Unterbrechung hat der 77-Jährige das Sportzeichen absolviert.


Beim Nationalen Leichtathletik-Meeting in Minden hat sich der Rentner dann direkt für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert und dort in der Wettkampfklasse Senioren 75 den fünften Platz im Weitsprung belegt. „Mein Ziel ist es, auch dieses Jahr wieder daran teilzunehmen.“ Die Voraussetzungen dafür sind schon mal geschaffen: Auch 2022 hat er das Nationale Leichtathletik-Meeting in Minden gewonnen.


Das einzige Problem, das letztes Jahr nach der Qualifikation auftauchte: Er musste bei einem Verein gemeldet sein, der eine Leichtathletik-Abteilung hat. Kurzerhand wird der Rothenuffelner Mitglied im TV Sachsenroß Hille und fängt an, auf dem Gelände zu trainieren. Da der Sportplatz aktuell erneuert wird und ein Training nicht möglich ist, darf Sigi Hansen netterweise beim SV 1860 Minden trainieren.



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