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TV Hille 1: Remis trotz miserabler Quote


TVHille1 ManuelDoerk
Verletzt ausgeschieden: Manuel Doerk.

Nach zuletzt vier gewonnenen Spielen in Serie reichte es für unsere Landesliga-Truppe am Samstagabend "nur" zu einem 24:24 (9:8)- Unentschieden.

Die erste Halbzeit lief dabei für die Gastgeber wie so viele Heimspiele. Eine sattelfeste Abwehr, die wenig Gegentreffer zulässt und im Angriff durch Henning Bringewatt klug eingeleitete Spielzüge. Nur dieses Mal mit einem großen Unterschied: Der Ball wollte nicht ins Tor der Gäste aus Altenbeken. Nur zu oft scheiterten die Sachsenrösser am gut aufgelgten Michael Biskup im Buker Tor. Lediglich Youngstar Kai Brockmeier gelang es am Anfang der Partie gleich mehrere Male von Rechtsaußen ihn zu überwinden. Weitere Hiobsbotschaft für Trainer Ingo Lange schon in der Anfangsphase: Linkshänder Manuel Doerk zog sich einen Muskelfaserriss zu und musste so verletzt ausscheiden. Alles in allem konnte man in der Halbzeit also mit der knappen Führung noch zufrieden sein, zumal die Chancen zum Ausbauen der Führung allemal da waren.

Die zweite Hälfte begann aus Sicht unseres Teams dann aber denkbar schlecht. Altenbeken konnte direkt drei Tore in Folge werfen und sollte diese Führung auch nicht mehr aus der Hand geben. Dem Kampfgeist der Lange-Sieben war es im weiteren Verlauf der Partie zu verdanken, dass sogar ein 17:20 Rückstand gut sieben Minuten vor Ende der Begegnung wettgemacht werden konnte. Bemerkenswert dabei auch, dass die Hiller einen Großteil der Schlussviertelstunde in Unterzahl überstehen mussten.

Tabellarisch bedeutet das Unentschieden, dass die "Macht vom Moor" weiter drei Punkte vor Altenbeken auf Platz acht verweilt und mit acht Punkten Vorsprung auf den Tabellenvorletzten, den kommenden Gegner die HSG Löhne-Obernbeck, erst einmal vom knallharten Abstiegskampf verschont bleibt. Damit das auch so bleibt, möchte die Lange-Sieben am Samstagabend in der Löhner Sporthalle natürlich zählbares mitnehmen, wohlwissend, dass die Löhner sich mit Ex-Bundesligaspieler Ralf Bruelheide in der Winterpause enorm verstärkt haben. Für die Abwehr und den Kreis kam mit Alexander Pieper vom TV Großenmarpe ebenfalls ein erfahrener Spieler dazu. Schon das Hinspiel (23:23) war hart umkämpft, die Vorzeichen stehen vor der Partie am Samstag wiederum gut, dass den Zuschauern ein packendes Landesligaspiel geboten wird. Anpfiff durch die Sportskameraden Döring/Halw ist um 18:15 Uhr in Löhne. Der TV Hille hofft wie immer auf die zahlreiche Unterstützung der Fans !!

Bis dahin,

Eure 1.


>MT-Bericht:

TV Hille - HSG Altenbeken/Buke 24:24 (9:8): "Mit so einer Wurfquote kann man eigentlich keinen Punkt holen", kommentierte Trainer Ingo Lange den Hiller Auftritt gegen den Tabellennachbarn.  Aus dem Rückraum wurden zu wenig Tore erzielt. Positiv zu vermerken bleibt jedoch die Abwehrleistung und der kämpferische Einsatz in der Schlussphase. Es traten zwei gute 3:2:1-Verteidigungen gegeneinander an. Und am Ende schafften es die glücklichen "Sachsenrösser" tatsächlich noch, trotz teilweiser Unterzahl einen 17:20-Rückstand (53.) wettzumachen. Lange: "Ich bin hochzufrieden mit der letzten Phase, in der wir 9:1 Punkte geholt haben. Für die nächsten Spiele bin ich zuversichtlich." Für Hille trafen Bringewatt (5/4), Brockmeier (4), Schlensker (4/1), Stobbe (3), Wiese (3), Lösche (2), Südmeyer (1), Mehrhoff (1) und Fiestelmann (1).

Bericht Homepage Altenbeken:

HSG 1 mit dem nächsten Auswärtspünktchen

Mit 24:24 zog sich die Erste am Samstag ergebnistechnisch gut aus der Affäre beim Heimstarken TV Sachsenross Hille, holte man doch nun 3 Auswärtspunkte in den letzten beiden Spielen und hält damit Anschluss ans Mittelfeld. Dennoch saßen die HSG – Spieler nach dem Schlusspfiff mit hängenden Köpfen und enttäuschten Mienen am Spielfeldrand, denn nach einer durchweg guten Leistung war es am Ende ein unstrittige krasse Fehlentscheidung des Schiedsrichters, die die Mannschaft den verdienten Sieg kostete. Dazu später mehr.

Die HSG begann konzentriert und körperlich präsent, was die Hiller Angreifer vor allem in der starken HSG – Abwehr zu spüren bekamen. Wie schon in Oeynhausen passte vieles zusammen in der Defensive, auch weil Michael Biskup erneut einen Glanztag erwischte und ganz stark hielt. Den Rest räumte die 3:2:1 – Abwehr ab und zwang Mehrhoff, Bringewatt und Co zu Distanzwürfen, die oftmals ihr Ziel nicht fanden. Leider verpasste es auch der Gast, aus der guten Abwehrarbeit Kapital zu schlagen. Zum einen wurde kaum ein einfaches Tor per Gegenstoß markiert, weiterhin ein ausbaufähiges Kapitel bei der HSG. Im Positionsangriff fehlte aber auch die nötige Konsequenz, Flüchtigkeitsfehler und überhastete Abschlüsse verhinderten eine HSG – Führung ein ums andere Mal. Zur Halbzeit stand somit in einem intensiven Spiel ein 9:8 (!) auf der Anzeigetafel.

Im zweiten Durchgang konnte die HSG das Niveau halten und lag nach dem 12:9 durchgängig in Führung, teilweise mit 3 Toren. Auf Hiller Seite war es nun der eingewechselte Thomas Schlensker, der mit 1:1 – Situationen seine Farben im Rennen hielt, während auf HSG – Seiten vor allem die mannschaftliche Breite überzeugte. Beim 20:17 sahen sich die Gäste bereits auf der Siegerstraße, statt dem 21. Treffer folgten jedoch drei technische Fehler im Angriff, und prompt schloss Hille wieder auf. Erneut mobilisierte die HSG alle Reserven und setzte sich erneut auf 24:22 ab, vor allem durch den nervenstarken Kapitän Niklas Flore, der alle sieben Strafwürfe versenkte, auch in der heißen Schlussphase. Hille gelang erneut der Anschluss zum 24:23, bevor es zu dem aus HSG – Sicht fatalen Auftritt des Schiedsrichters kam. Nachdem Sportkamerad Quermann, der die Partie übrigens alleine leitetet (!), bereits mehrfach während des Spiels fassungslose Gesichter am Spielfeldrand zurück gelassen hatte, setzte er dem Ganzen nun die Krone auf. In Überzahl spielte die HSG druckvoll von rechts nach links und setzte Benedikt Goesmann auf Halblinks frei in Szene. Dieser sprang in vollem Lauf frei durch in den Torraum, als der Rechtsaußen von Hille mit vollem Anlauf von der Seite (!) kam und den Angreifer per Bodycheck aus der Luft holte. Und während nach einer Schrecksekunde ob der immensen Verletzungsgefahr für den Angreifer alle auf den fälligen Siebenmeter und die rote Karte für diese grob unsportliche Aktion warteten, entschied der Schiedsrichter auf: STÜRMERFOUL!!!

<p >Vielleicht lag es daran, dass die HSG – Nerven in den verbleibenden 30 Sekunden nicht mehr in Zaum zu bekommen waren. Auf jeden Fall gelang es nicht, den Ausgleich durch Bringewatt zu verhindern, der letzte Gästeangriff verpuffte, und so feierte Hille einen etwas überraschenden Heimpunkt gegen enttäuschte Gäste. Sicher lässt sich immer vortrefflich über den Schiedsrichter diskutieren, aber wenn man sich auf diese einzige Szene konzentriert, kann es keine zwei Meinungen geben. Daher bleibt es auch zwei Tage später dabei, dass der HSG hier eindeutig benachteiligt und somit mit größter Wahrscheinlichkeit um einen Punkt gebracht wurde.

Lässt man dieses unrühmliche Ende mal beiseite, kann man auf Seiten der Ersten aber sicher rundum zufrieden mit der Leistungssteigerung sein. Sollte es gelingen, die Form von Samstag zu konservieren, muss die HSG sich in der Rückrunde sicher keine Sorgen mehr machen. In allen Mannschaftsteilen war eine deutliche Steigerung erkennbar, und so geht die Mannschaft mehr als optimistisch in die nächsten Wochen, um in den direkten Duellen gegen die Kellerkinder der Landesliga schon früh in der Rückrunde den Trend gen Mittelfeld fortzusetzen. Den Auftakt der „Wochen der Wahrheit“ macht am ungewohnten Sonntag das Duell mit dem nur einen Punkt schlechter platzierten Gegner aus Oberlübbe.

Tore in Hille: Flore (11/7), Schadomsky (2), Goesmann (2), J. Schäfers (2), Grebe (3), Michalowitz (3), Steinert (1)