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TV Hille 1: Mit bärenstarker und leidenschaftlicher Abwehr zum Sieg


TVHille1 NiklasFiestelmann
Starke Leistung: Niklas Fiestelmann.

"Die Macht vom Moor ist wieder da" hallte es am Samstagabend gegen 20.20 Uhr durch die gut gefüllte Hiller Sporthalle. Der 22:18 (13:9) Heimsieg der Herren gegen das Spitzenteam aus Spradow war die Fortsetzung der guten Leistung aus dem Wehe-Spiel.

Von Anfang an dominierte die durch Co-Trainer Jens Dullweber hervorragend eingestellte 6-0 Abwehr der Sachsenrösser die Partie. Thomas Schlensker und Sebastian Kracht im Innenblock, Manuel Doerk und Rudi Stobbe auf den Halbpositionen sowie Niklas Fiestelmann und Shooter Karsten Meerhoff auf den Außenpositionen wussten von Anfang an die Kreise der gegnerischen Angreifer einzudämmen. So deutete sich beim 4:1 nach acht gespielten Minuten bereits ein schwerer Gang für den Aufstiegsaspiranten an. Spradow hingegen konnte seinerseits mit einer offensiven 5-1 Deckung und Björn Rollwitz im Tor den Hiller Angriff um Mittelmann Henning Bringewatt und Karsten Meerhoff recht gut kontrollieren, so dass bereits zur Halbzeit klar war, es werden nicht viele Tore in dieser Begegnung fallen.

Die 2. Halbzeit bedeutete keinen Bruch im Hiller Spiel, so dass der Vorsprung beim 18:12 sogar sechs Tore betrug. Auf mehr als drei Tore kam der Gast aus Bünde auch nicht mehr heran, in der entscheidenen Phase wusste vor allem Rechtsaußen Niklas Fiestelmann zu überzeugen, der neben zwei Zeitstrafen gegen seinen Gegenspieler auch mit seinen Anspielen zu gefallen wusste. Abgerundet wurde die gute Leistung der Dullweber-Sieben durch einen hellwachen Jan-Christoph Niermeyer im Tor, der einige wichtige Paraden zeigte.

Am kommenden Wochenende beginnt dann die Rückserie, die HSG Altenbeken/Buke stellt sich dem Hiller Publikum vor. Wieder ein wichtiges Heimspiel um den Tabellenplatz im Mittelfeld der Landesliga-Tabelle zu behaupten.

Bis dahin,

Eure 1. !

 


MT-Bericht:

 

TV Hille - HSG Spradow 22:18 (13:9): "Das war richtig gut. Wir waren sehr gut vorbereitet und das Team hat es perfekt umgesetzt", lobte Co-Trainer Jens Dullweber. Besonders die Absprachen zwischen Abwehr und Torwart Jan Christoph Niermeyer hatten ihm gefallen, auch das Rückzugsverhalten war vorbildlich. Spradow hatten wenig Möglichkeiten zu einfachen Toren zu kommen. Zudem kassierte man wenig Zeitstrafen. Der größte Vorsprung war beim 18:12 erreicht. Für die "Sachsenrösser", deren Coach Ingo Lange sich als Lehrer auf Kursfahrt befand, waren Stobbe (5), Mehrhoff (4), Doerk (3), Lösche (3), Schlensker (3/1), Bringewatt (3/2) und Fiestelmann (1) erfolgreich.


BZ-Bericht:

 

 

Hille (sp). Die Aufstiegshoffnungen der HSG Spradow in der Handball-Landesliga haben einen erheblichen Dämpfer erhalten. Die Mannschaft von Trainer Malte Mischok verlor nach einer desolaten Angriffsleistung beim TV Hille absolut verdient mit 18:22 (9:13).Mischok zog sich direkt nach dem Schlusspfiff zurück.

Zusammen mit Torwart Björn Rollwitz diskutierte er minutenlang die bittere Packung bei der selbsternannten »Macht vom Moor«. Die Erklärungen hierfür lagen auf der Hand. Reserve-Keeper Thomas Beschorner fasste sie in Worte: »Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute ganz einfach nicht ins Spiel gefunden.«

Die Spradower lagen schon nach wenigen Minuten mit 1:4 im Hintertreffen. Näher kamen die Gäste im weiteren Spielverlauf nicht ein einziges Mal heran. Die Gastgeber stellten eine Deckung mit gehobenem Niveau aufs Parkett. Obwohl Mischok auf die vor der Partie fraglichen Torben Sturhan und Alexander Volsdorf zurückgreifen konnte, gelang im Angriff wenig bis gar nichts. Zwölf Fehlversuche in der ersten Halbzeit und 13 in Durchgang zwei sprechen eine deutliche Sprache. Hille kochte die Gäste mit einer aggressiven, aber keineswegs unfairen, Gangart in der Defensive ab. Aus dem Rückraum gelangen nur fünf Tore. Immer wieder verrannte sich Spradow in Einzelaktionen.

Schon zur Pause beim Stand von 9:13 war die Hoffnung auf einen Punktgewinn gering. Björn Rollwitz und eine solide Abwehr hielten Spradow noch halbwegs im Rennen. Nach einem 12:17-Rückstand keimte noch einmal kurz Hoffnung auf. Dank zweier Gegenstoßtreffer von Frederik Iffland und Manuel Taubenheim sowie einem verwandelten Siebenmeter von Daniel Langer betrug der Rückstand beim 15:18 nur noch drei Tore. Für einen Sieg kam Spradow aber nicht in Frage. Die einfachen Tore wollten einfach nicht gelingen und Hille wurde für eine engagierte Leistung belohnt.

HSG Spradow: Rollwitz, Beschorner (n.e.) – Iffland (2), Rausch, Koebke (1), Schulz (n.e.), Sturhan (1), Taubenheim (2), Morasch (4), Heise (1), Overlack (1), D. Langer (4/4), Volsdorf (2), M. Langer, Brandt.


Neue Westfälische Bünde:

HSG Spradow macht großen Schritt zurück

HANDBALL-LANDESLIGA: Mischok-Team unterliegt nach desolater Leistung mit 18:22 beim TV Hille


Bünde. „Das war eine katastrophale Leistung, über die gesamte Spielzeit“, ordnete Malte Mischok die 60 Minuten beim TV Hille ein, die in eine hoch verdiente 18:22 (9:13)-Niederlage mündeten.

Damit meinte der Trainer des Handball-Landesligisten HSG Spradow allein die Angriffsleistung seiner Sieben. „Die Abwehr und Björn Rollwitz im Tor waren gewohnt gut“. Die Defensive kassierte in der zweiten Halbzeit nur neun Treffer. „Das ist in Hille eigentlich eine gute Quote“, so Mischok.

Bereits die Anfangsphase verlief aus Sicht der Gäste sehr enttäuschend. Statt einer 4:1-Führung in der Hiller Gesamtschulsporthalle lag die HSG Spradow nach 13 Minuten mit 1:4 hinten. „Schon in dieser Anfangsphase zog uns die 6:0-Abwehr der Hiller den Zahn.“ Dazu kamen viele Fehler im Spielaufbau und Fehlversuche. Der Spradower Mannschaftsverantwortliche René Grohmann zählte für seinen Trainer insgesamt 25 Fehlwürfe und 10 technische Fehler. „Das hat René gefühlt schön gerechnet“, meinte Mischok hinterher. Immerhin kam der Gast auf 5:5 heran, um dann 6:11 wieder einzubrechen. Nach dem Seitenwechsel (beim 9:13) wieder die gleiche Szenerie wie am Anfang: satte 10 Minuten braucht die HSG Spradow, um ihr Trefferkonto um einen Zähler zu erhöhen. Aus dem 11:14-Rückstand wurde so ein 12:18. Damit war die Vorentscheidung gefallen, auch wenn die HSG noch einmal relativ verkürzen kann, auf 18:21 in der 56. Minute. Die Pleite von Hille ist für die HSG Spradow ein Rückschritt in spielerischer Hinsicht. Nach Punkten ist nicht viel verloren gegangen, weil die Mitkonkurrenten sich gegenseitig die Zähler abnehmen, wie TV Großenmarpe und EGB Bielefeld (21:24) und so die Landesliga-Spitze enger zusammenrückt.

HSG Spradow: Rollwitz, Beschorner (n. e.); Taubenheim (2), Iffland (2), Sturhan (1), Rausch, Heise (1), M. Langer, D. Langer (4/4), Overlack (1), Volsdorf (2), Morasch (4), Koebke (1), Schulz, Brand.